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Marburg hat Ja gesagt!!

Marburg hat „Ja“ gesagt!

Am 26.02.2010 hat das Marburger Stadtparlament ohne Gegenstimmen beschlossen an die Bundesregierung zu appellieren, ein kontinuierliches Programm zur dauerhaften Aufnahme von schutzbedürftigen Flüchtlingen (Resettlement) einzurichten. Die Stadt Marburg erklärt sich damit bereit, Flüchtlinge im Rahmen eines solchen Resettlement-Programmes aufzunehmen und zu integrieren.

Ein Großteil des Magistrats (SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Marburger Linke und die FDP) drückten ihre deutliche Zustimmung zu der Kampagne aus, indem sie einen weiteren Punkt anfügten und an die save-me Kampagne den Appell richtete, in ihrer Öffentlichkeitsarbeit für das Anliegen nicht nachzulassen.

Der Dank der Kampagne gilt jedoch insbesondere den über 100 Marburgerinnen und Marburger, die sich bereits erklärt haben, sich um einen Flüchtling in Form einer Art symbolischen Patenschaft zu kümmern. Dabei handelt es sich um keine finanzielle Unterstützung, sondern um das Angebot, ankommende Flüchtlinge zum Beispiel zu Behördengängen, Wohnungssuche, Schule und Kindergarten zu begleiten.

 

Aktuell gibt es in Deutschland 51 lokale save-me Kampagnen wie in Marburg. Mit Marburg sind es 19 Städte, deren Parlamente Flagge zeigen. Ein guter Anfang auf unserem Weg zum Ziel einer dauerhaften Aufnahme bedrohter Flüchtlinge. Außerdem zeigt es, dass viele  Menschen Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag leisten wollen.  

 

Die BRD hat in den vergangenen Jahren sehr sporadisch einzelne Flüchtlingsgruppen bereits auf diese Weise aufgenommen, das aktuellste Beispiel war im Jahr 2008 die EU-weite Aufnahme von 10.000 IrakerInnen. (davon lediglich 2.500 in Deutschland). Die save-me Kampagne setzt sich dafür ein, diese Art der Flüchtlingsaufnahme als regelmäßige Übernahme europäischer Verantwortung zu begreifen und als festen Bestandteil deutscher Migrationspolitik auf Bundesebene zu verankern.

Es dürfen nicht weiterhin hunderte Flüchtlinge qualvoll auf ihrem Fluchtweg ersticken, ertrinken oder auf andere menschenunwürdige Art und Weise ums Leben kommen. Europa und insbesondere Deutschland ist hier gefragt, innovative Lösungsmöglichkeiten anzubieten!

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